Samstag, 4. August 2018

Vom Fischerdorf zum Dreiländereck

Tief stand der Nebel als heute früh der Wecker klingelte. Genau wie das Wetter kamen auch wir nicht auf Touren und faulenzten noch eine Weile im Bett herum. Das zahlte sich heute ausnahmsweise jedoch sogar aus. Denn als wir noch beim Frühstück sassen, verzog sich der Nebel immer mehr. Das freute uns natürlich sehr und wir machten uns auf den Weg zum Fussballplatz, der den Start für die Wanderung nach Ranvika markierte.

Dort angekommen packten wir unsere sieben Sachen, schnürten die Wanderschuhe und sagten dem Womo auf Wiedersehen. Zwei Stunden pro Weg veranschlagten die Guides im Dorf für ihre Touren und so machten wir uns auf etwa anderthalb Stunden gefasst. Die Strecke schien mit knapp fünf Kilometern gar nicht so weit. Doch wir bemerkten schon bald, dass wir einen kleinen Bergpass zu bezwingen hatten. Der Trampelpfad führte uns leicht, aber stetig, bergan. Zu gross geratene Steinmännchen wiesen uns den Weg und wir fragten uns lange, wer sich die Mühe macht, solch grosse Steinhaufen zur Wegmarkierung zu bauen. Nach gut 30 Minuten Anstieg erkannten wir, dass die Steinhaufen früher als Fundamente für die Holzmasten der Stromleitung nach Ranvika dienten. Einzelne Masten standen hier auf der „Passhöhe“ noch, an einem hing ein Briefkasten mit dem obligaten Gipfelbuch. Doch das ehemalige Fischerdorf Ranvika lag ja am Meer und so stand uns ein langer und steiler Abstieg bevor. Wir waren schon beinahe in dem kleinen Dorf angekommen, als uns plötzlich ein grosses Rentier den Weg versperrte. Es bewegte sich nicht vom Fleck. Das war gut um Fotos zu schiessen, jedoch schlecht um ins Dorf zu gelangen. Das Tier hatte keine Angst vor uns, was wir umgekehrt nun nicht mehr sagen konnten. Durchdringend starrte uns das Rentier an, als wir in einem Bogen um das majestätische Tier herumwanderten. 






Nun waren wir endlich in Ranvika angekommen. Ein altes Fischerdorf, direkt an einer wunderschönen Steinbucht. Das Dorf war lange verlassen doch mittlerweile wurden einige der kleinen Häuschen renoviert und werden wieder genutzt, immerhin als Wochenendhäuschen. Es sieht jedoch danach aus, dass diese Bewohner die Bucht per Boot bereisen und nicht erwandern. Die zweite Attraktion von Ranvika sah dafür wesentlich verlassener aus. Am Vogelfelsen konnten wir keinen einzigen Vorgel entdecken. Auch der übliche Vogelkot schien schon sehr verblichen und Nester dieser Brutsaison waren ebenfalls keine auszumachen. So schätzen wir, dass der Vogelfelsen schon länger nicht mehr von den Vögeln besucht wurde. Was uns dafür faszinierte war das Konzert der Rolling Stones am Strand. Nein nicht Mick Jagger und seine Jungs – rollende Steine. Der steil abfallende Strand bestand komplett aus kleinen, rundgeschliffenen Steinen. Durchmesser vielleicht fünf bis zehn Zentimeter. Bei jeder Welle wurden die Steine ein wenig den Strand hoch gespült und kullerten danach wieder hinunter. Ein sehr spezielles und unbeschreibliches Geräusch. Wie viele rollende Steine eben. Dies gefiel uns so sehr, dass wir uns auf einen grossen Stein am Strand setzten und uns eine Nektarine und einen Keks gönnten. Abschliessend wollten wir noch etwas hier an diesem speziellen Ort belassen, was es hier unverständlicherweise noch nicht gab. Einen Geocache. Ein kleiner PETling reist mit uns mit, seitdem wir ihn am Bingo-Event der Zürcher Oberländer erspielt hatten. Nun war seine Zeit gekommen in die Freiheit entlassen zu werden. Mit bester Aussicht auf Ranvika. Mal sehen ob die Norwegischen Reviewer ihn veröffentlichen werden. Touristencaches sind hier in Norwegen sehr häufig und funktionieren darum auch bestens. 






Beim Rückweg mussten wir erst wieder am Rentier vorbei. Doch das Vieh hatte doch wirklich Verstärkung geholt und nun standen drei grossgewachsene Männchen dort. Wir leiteten wiederum eine Umleitung ein und wurden von den Rentieren lachend beobachtet, wie wir im steilsten Gelände herumirrten und einen Weg suchten. Wir fanden ihn jedoch und machten uns danach an den restlichen Aufstieg. Schwül und drückend war es geworden und wir waren durchnässt, als wir die Passhöhe erreichte. Einen kleinen Abstieg später hatten wir die zehn Kilometer Weg geschafft – in zwei Stunden und fünf Minuten. Also der Hälfte der Zeit. Eine wirklich wunderschöne Wanderung, welche wir (wie so ziemlich die ganze Reise) unseren beiden daheimgebliebenen Freunden verdanken.

Nun war es aber an der Zeit dem schönen Dorf Bugoynes den Rücken zu kehren und auf der E6 weiter gegen Osten zu rollen. Ein erster kleiner Halt legten wir auf dem Parkplatz des Skoltefoss ein. Da sich gerade ein Reisecar ebenfalls am Parkplatz breit machte und seine Leute in die Wildnis entliess, machten wir uns erst ans Mittagessen. Danach hatten wir den Wasserfall, oder eher die grosse Kaskade, ganz alleine für uns. Doch die beste Aussicht, die von der Brücke, blieb uns leider versperrt. Anscheinend ist der Fussweg dort einsturzgefährdet. Anders konnten wir uns die übermässige Nutzung von dem weiss roten Flatterband nicht erklären. 



Wir folgten der E6 nun noch bis an ihr Ende. Die historische Stadt Kirkenes. Keine norwegische Stadt bekam im zweiten Weltkrieg so viel ab wie Kirkenes. Über 300 Mal wurde die Stadt von den Sowjets bombardiert, welche die Deutschen am Marsch gegen Murmansk hindern wollten. Die Menschen fanden grösstenteils Schutz in den Gängen der Erzminen, welche unter der Stadt und im Umland verliefen. Doch ihre Stadt war komplett dem Erdboden gleichgemacht als im Herbst 1944 die Rote Armee die Deutschen aus der Stadt und aus der Finnmark vertrieb. Die Nähe zu Russland war dann auch zu spüren, als wir in die Stadt einfuhren. In der Finnmark sind sämtliche Schilder meist dreisprachig (Norwegisch, Nordnorwegisch, Finnisch) doch hier kam nun auch noch Russisch dazu. Wir erledigten noch unseren letzten Einkauf bei Rema 1000 am Stadtrand und machten uns dann zur Stadtbesichtigung. Dieses Vorhaben liessen wir dann aber gleich bleiben, als wir bemerkten, dass in Kirkenes heute wohl Stadtfest war. Die Parkplätze überfüllt mit Autos und die Strassen mit Menschen. Dicht an Dicht drängten sie sich durch die Stände der Stadt.

Wir besuchten noch kurz die Shell-Tankstelle und waren glücklich, dass man dort mit Bargeld bezahlen konnte. So konnten wir noch unsere letzten 90 Franken an Bargeld loswerden. Das ist hier in Norwegen gar nicht so einfach. Wir raten jedem der einmal nach Norwegen fährt: keinesfalls Bargeld mitnehmen. An vielen Orten wie Tankstellen, Parkautomaten und kleinen Geschäften kann man nicht mit Bargeld bezahlen und überall wo man kann, ist es nicht so gerngesehen. Und ja: wir fanden in 2 Monaten Norwegen wirklich KEINE Parkuhr, welche man mit Münzen hätte füttern können. Norwegen scheint mir das erste Land, welches das Bargeld schon beinahe abgeschafft hat.

Weiter ging es nun aber zu unserem letzten Highlight in Norwegen. Über die 885 gelangt man in südlicher Richtung ab Kirkenes in den letzten Schniepel von Norwegen. Nur wenige Kilometer breit ist der Abschnitt, welcher sich zwischen Russland und Finnland gedrückt hat. Und ganz am Ende findet man deshalb ein spezielles Dreiländereck. Doch auch halbem Wege stand zuerst noch ein Besuch am Höhe 96 an. Kling grammatikalisch inkorrekt, doch Höhe 96 ist ein Wachturm der Norweger, von welchem aus man die Russen stets im Blick hatte. Bis in die Russische Industriestadt Nikel kann man hier bei gutem Wetter blicken. Im heutigen Nebel wäre die Aussicht jedoch nicht so toll, So sparten wir uns den Eintritt und betrachteten den Wachtturm nur von unten, zumal dieser auch nicht so spektakulär war wie gedacht. 




Der Reiseführer verriet uns, dass noch 50 Kilometer Teerstrasse und 20 Kilometer Schotterpiste vor uns lagen. Danach noch anderthalb Stunden Fussmarsch durch sumpfiges Gebiet und dann wären wir am Dreiländereck. Hier in der Grenzzone wiesen uns immer wieder Schilder auf das Verhalten an der Russischen Grenze hin. Ein illegaler Grenzübertritt hat auch heute noch Konsequenzen und man muss sich immer an die Wanderwege halten. Fotografieren an der Grenze oder sogar das reden oder gestikulieren mit Menschen auf der anderen Seite der Grenze sind strengstens verboten. Auf der Anfahrt hatten wir sogar einmal 8 Kilometer, auf welchen es sogar verboten war mit dem Auto anzuhalten. Doch wir hatten mehr mit der Qualität der Strasse zu kämpfen, als mit der Grenze zu Russland. Durch die absolut verlassene Gegend führte eine Teerstrasse, welche die Bezeichnung Strasse wirklich nicht verdiente. Auf weiten Abschnitten war eine Geschwindigkeit von 20km/h unmöglich zu überschreiten. Löcher, Hügel, Wellen – das Womo krächzte und stöhnte. Melanie meinte schon ziemlich bald, dass wir doch besser wenden sollen. Hätte ich Mal besser auf meine Verlobte gehört. Denn als die Teerstrasse geschafft war, entpuppte sich die Schotterpiste ebenfalls als nicht wirklich das gelbe vom Ei. Schotterpisten sind hier in Norwegen ja normal und fast alltäglich. Staubig führen sie durch die Landschaft, sind jedoch gut und meist mit so 50km/h zu befahren. Hier kamen wir auf dem ersten Kilometer nicht über Schritttempo hinaus. Wer rechnen kann weiss, dass man so für 20 Kilometer dann gerne mal zwei Stunden benötigt. Oder sicher eine Stunde. Das wollten wir jedoch weder uns noch dem Womo antun und nach einem Kilometer wendeten wir bereits wieder. Ich war wütend, diesen Weg umsonst gemacht zu haben und enttäuscht unser letztes Highlight, das Dreiländereck, begraben zu müssen. Und dann waren ja die 50 Kilometer Teer-Irgendwas zurück. Schlussendlich fanden wir kurz vor dem Höhe 96 unseren Schlafplatz. 100 Kilometer und 3 Stunden waren wir unterwegs und waren trotzdem nicht im Dreiländereck. Trotz der schönen Natur, welche wir auf der Fahr entdeckten, war das ein Schuss in den Ofen. 

Doch der Übernachtungsort, welcher Melanie uns aussuchte, lag direkt am See. Also so richtig direkt. Die Aussicht aus dem Fenster über den See ist wunderschön und schon ein kleiner Vorgeschmack auf Finnland. Zudem kochte uns Melanie ein wirklich leckeres Nachtessen und so hatte sie es geschafft, dass der Tag doch noch ein schönes Ende nahm.



Freitag, 3. August 2018

Durch den Nebel nach Bugoynes

Eine ruhige Nacht war es auf der Insel Vardoy, welche in einen nebligen Morgen überging. Die Motivation war nicht gross, aus dem Bett zu krabbeln und wir blieben länger liegen als auch schon. Während dem Frühstück bemerkten wir, dass es immerhin trocken und mit 14°C noch einigermassen warm war. Es hätte uns also schlimmer treffen können. Wir entschlossen uns auf der Insel noch den einen oder anderen Halt einzulegen, ehe wir sie wieder in Richtung Festland verliessen. Erst besuchten wir die Festung Vardohus, welche die Tore jedoch erst um 10 Uhr öffnete. So lange warteten wir nicht und begnügten uns mit einem Blick von Aussen. Die sternförmig angeordnete Festung wirkte fast ein wenig fehl am Platz in diesem Dorf. Fein säuberlich geputzt und frisch gestrichen wirkte sie wie ein Neubau. Der Rest des Dorfes ähnelt leider eher einem grossen LostPlace. Zwischen den renovierten Häusern und Gebäuden gesellten sich immer wieder verlassene Häuser, vom Zerfall bedroht und mit total zugemülltem Umschwung. Wirklich sehr schade für so ein schönes Dorf. Doch das neu erbaute, riesige Gebäude in der Dorfmitte mit Kino, Hallenbad und Kulturzentrum lässt erahnen, dass man hier wieder vorwärts marschieren möchte. Wäre der schönen Insel wirklich zu wünschen, denn was wir ansonsten hier sahen war wirklich schön. 





Durch die Röhre fuhren wir wieder auf das norwegische Festland und liessen den Abstecher nach Hamningberg bleiben. Die vielen Kilometer auf schlechter Strasse versprachen „lediglich“ eine wunderbare Landschaft, welche jedoch im Nebel sicherlich nicht so schön wäre wie bei Sonnenschein. Kirkenes war also wieder unsere Fahrtrichtung. Wir fuhren wieder 130 Kilometer dieselbe Strasse wie schon gestern auf dem Hinweg. Doch gestern liessen wir gezielt einige Sehenswürdigkeiten aus, damit wir heute auch ein wenig Pause vom Fahren hatten. Halt Nummer eins hätte dabei der Domen werden sollen. Ein Aussichtsberg mit atemberaubender Weitsicht über die Insel Vardoy und das Umland. Doch auch hier: Nebel pur. So lohnte sich das nicht und wir fuhren weiter.

Als nächstes Stand ein Vogelfelsen auf dem Programm. Diesen hätten wir fast lieber gestrichen als den Aussichtsberg. Die vielen Vögel am Fels mit ihren Nestern kennen wir mittlerweile und zudem handelt es sich bei diesem Vogelfelsen um einen der Dreizehenmöwe (der „normalen“ Möwe wie wir sie kennen) was wiederum nicht so spektakulär schien. Doch bei schlechtem Wetter ist so eine kurze Wanderung unter der Nebelgrenze am Meer gar nicht so verkehrt. So parkten wir auf der nassen Wiese, hofften diese ohne Hilfe von Klaus wieder verlassen zu können. Regenjacke an, Kamera um den Hals und los, immer dem lauten Rufen der Möwen nach. Nach etwa zehn Minuten kamen wir am Vogelfelsen an und waren sprachlos. So eine Menge an brütenden Möwen hätten wir nicht erwartet. Die Wand war weiss und der Himmel flimmerte von den vielen Möwen, welche sich im An- oder Abflug befanden. Der Geräuschpegel war so hoch, dass wir uns nur noch schreiend verstanden und darum lieber schweigend die Infotafel studierten. Die Dreizehenmöwe, welche eigentlich auf offenem Meer lebt, kommt nur zum Brüten an Land und besetzt dort gerne ganze Felsen oder Gebäude. Hier vor Ort waren es momentan 20'000 Paare an dem 100 Meter langen Felsen. Nach dem Brüten verschwinden diese wieder und reisen über das Meer bis nach Kanada, wenden dort und kommen nächstes Jahr wieder zum Brüten. Wir waren fasziniert von den Möwen, besonders als ein Raubvogel den Felsen überflog und sich ein riesiger Bereich wie eine Lawine aus Schnee von dem Felsen löste. Wir standen ganz alleine da – mit 40'000 Möwen und staunten ob diesem atemberaubenden Schauspiel. 





Weiter ging es nochmals zu dem Anlegemast der Zeppeline „Norway“ und „Italia“. Jedoch heute nur um unser Klo an der brandneuen Entsorgungsstation zu leeren. Im weiteren Verlauf folgten wir der E75 bis wir in Varangerbotn wieder auf unsere E6 trafen. Dieser folgten wir nun ostwärts und wir unterbrachen die Fahrt nur für ein Mittagessen auf einem Picknickplatz. Bald stand nämlich schon wieder ein Abstecher an. Einen auf den wir uns besonders freuten.

Es dauerte nicht mehr so lange ehe wir am Ortsschild von Bugoynes standen. Dieser Ort hatte für uns immer etwas mystisches an sich. Immer wenn das Thema bei einem Gespräch mit Thomas und Iris auf Norwegen gelenkt wurde, kam Bugoynes in der Geschichte vor. Das Stadtbild und die Wanderung zum Vogelfelsen. Wenn wir jemals auswandern, dann nach Bugoynes – das hörten wir viel. Und nun standen wir wirklich hier am Ortsschild und blickten von den Felsen auf dieses wunderschöne kleine Dorf am weissen Sandstrand. Was uns neben dem schönen Dorf auffiel, war das türkise Wohnmobil, welches sich die kleine Steigung hinauf kämpfte. Die beiden jungen Mädels von den Trollen und dem Womo-Nordkapp waren auch hier zugegen. Schon beim Womo-Nordkapp erfuhren wir, dass wir nach demselben Reiseführer fahren und so werden wir die Beiden vielleicht noch öfters sehen.

Nachdem wir Fotos geschossen hatten, machten wir uns auf den Weg in das Dorf. Hier siedelten sich vor allem Finnen an, welche fliehen mussten als ein Teil ihrer Heimat an Russland fiel. So erinnert hier der Baustil auch eher an Finnland, die meisten Einwohner reden finnisch und der kostenpflichtige Womo-Stellplatz besitzt natürlich eine eigene Sauna. Dies wiederum zieht natürlich vor allem finnische Wohnmobilreisende an. Wir durchfuhren das sehr schöne Dorf und parkten am Hafen gegenüber einer Königskrabben-Firma. Hier mästet man die gefangenen Königskrabben, welche bis zu 10 Kilogramm schwer werden können und mit einer Spannweite von 1,80 Metern sozusagen grösser sind als ich. Gemästet werden die Tiere dann lebendig zum Endkonsumenten – meist reiche Chinesen – gesendet um dort im Topf zu landen. Da sich die Tiere invasiv vermehren und schon bis zu den Lofoten vorgedrungen sind, müssen sie dringend abgefischt werden. Die Krabben waren hier nämlich nicht heimisch, sondern nur aus Versehen von Forschern in die Barentssee gesetzt worden. Wir beschäftigten uns derweil mit der Wanderung zum Vogelfelsen, welche unsere Freunde schon zwei Mal unter die Füsse nahmen und fanden bald schon die benötigten Informationen. Am Startpunkt angekommen jedoch die Ernüchterung: dichtester Nebel. Eine insgesamt vierstündige Wanderung durch Nebel war uns dann aber doch zu langweilig, sieht man ja von der Landschaft gar nichts. 

Zurück am Hafen beschlossen wir einen Rundgang durch das Dorf zu machen. Wir entdeckten die kleinen Läden, die Post, ein Bistro und den Dorfladen. Bei dem Rundgang begannen wir unsere beiden Freunde zu verstehen. Wenn man jemals an den A* der Welt ziehen möchte, dann würde man hier sicherlich eine wundervoll idyllische Wahl treffen. Wir trafen die Entscheidung der Wanderung nochmals eine Chance zu geben. Jedoch erst morgen. Den Rest des Abends verbrachten wir mit lesen im Womo, Nachtessen und dem Schreiben der Tagebücher. Wir hoffen auf besseres Wetter morgen und wenn es mit dem Vogelfelsen nicht klappt dann waren wir doch immerhin in dem Bugoynes, von welchem wir schon so viel hörten. 







Donnerstag, 2. August 2018

Ende der Hitzeperiode und der Weg nach Osten

Gestern Abend gönnten wir uns noch einen kleinen Abendspaziergang. In den nächsten zehn Tagen soll das Wetter nicht mehr so sommerlich sein, was der frische Wind schon bei dieser kleinen Wanderung anzeigte. Ins Bett legten wir uns kurz vor Mitternacht noch bei schönstem Sonnenschein. Als ich um drei Uhr in der Früh das erste Mal aufwachte, weil der Wind unser Bett schaukelte, war es jedoch schon um das schöne Wetter geschehen. Auch als der Wecker uns um Acht aus dem Bett klingelte beherrschte Grau das Landschaftsbild. Wir frühstückten also und sahen uns unsere Tagestour an, deren erster Teil ja vor allem aus Fahren bestand. 





Denn schon nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns vom Womo-Nordkapp und fuhren die 130 Kilometer zurück auf die 98, welche wir bei Ifjord für den Abstecher nach Gamvik verlassen hatten. Alleine diese Fahrt über die beiden Fjelle dauerte wieder über zwei Stunden, wobei wir auch noch einen oder zwei Halte für Fotos einlegten. Es war sehr spannend zu sehen, wie das Fjell heute bei Nebel ganz anders wirkte als gestern bei strahlendem Sonnenschein. Während gestern ein blauer Himmel, glasklare Seen und sattes Grün ein kleines Paradies darstellten, warteten heute dunkle Töne und schwarzes, unruhiges, böses Wasser in wilden Pfützen. Alles wirkte härter und ja – nördlicher. So hatten wir uns eigentlich den ganzen Sommer im hohen Norden vorgestellt, beschwerten uns jedoch auch niemals über die Sonne und die warmen Temperaturen. 




Wir verfolgten auf der 98 wieder die Schilder, welche uns nach Kirkenes in den östlichsten Teil Norwegens wiesen. Doch bis dahin sind es wohl noch ein paar Tage. Jetzt erwartete uns dafür wieder ein interessanter Streckenabschnitt. Eine Mischung zwischen Gebirgspass und Fjell. Immer wieder entdeckten wir kleine Felder, in welchen die Steine weinrot bis fast lila schimmerten, als wären sie angemalt worden. Die Felder wurden immer grösser und als wir einen Picknickplatz entdeckten, welcher praktisch nur aus diesen Steinen bestand, mussten wir halten. Auf dem Infoschild fanden wir dann Infos über die ganze Region, leider aber nicht über das Gestein. Speziell ist, dass nur die oberste Schicht weinrot ist, bricht man den weichen Stein, ist er innen grau mit einem knappen Millimeter Überzug – auch so sieht er also aus wie angemalt. Vielleicht schleichen hier nachts die Trolle herum und malen Steine an. Wer weiss. 




Im weiteren Verlauf entdeckten wir riesige Rentierherden. Drei Herden zu locker 200 Tieren. Wir waren überrascht, so grosse Mengen der uns ans Herz gewachsenen Tiere zu sehen. Scheint wohl ein Zuchtgebiet zu sein, falls jemand wieder im Coal Miners Diner auf Spitzbergen einen Burger bestellt. Immerhin leben die Tiere hier auch in der Zucht in Freiheit und in gigantischen Gebieten. Der Gedanke an den Burger in Spitzbergen machte hungrig und so hielten wir an der Kirche von Tana um uns zu verpflegen. 



Nachdem wir die unheimlich spitze Kirche fotografiert hatten, rollten wir ein paar hundert Meter weiter an eine Tankstelle. Der Tank war knapp unter der Hälfte und den Fall unter einen Viertel sollte man hier im Niemandsland von Nordnorwegen möglichst vermeiden. Leider unterscheiden sich die Preise von Dorf zu Dorf gerne mal um 12 Rappen pro Liter (!!!) und es kommt öfters vor, dass man tankt, weil man eben muss und ein Dorf später kommt dann genau eine Tiefpreistankstelle. Leider kann man das nie wissen, da nicht immer die gleiche Kette die günstigste ist. Hier hatten wir wieder ein bisschen eine teurere Tankstelle gefunden, dafür fiel mir gleich die anschliessende Pneu-Werkstatt auf. Zwei Wagenheber und der Druckluftschrauber lagen schon draussen. Das hatte ich seit Tagen gesucht. Die Reifen vorne nutzen sich bei einem Fahrzeug mit Frontantrieb eben schneller ab als die hinten. Die vorne waren noch ganz okay und die hinten noch sehr gut. Für eine gleichmässigere Abnutzung und somit eine weitere Reichweite wollte ich schon seit geraumer Zeit die Räder wechseln, sprich die hinteren nach vorne und umgekehrt. Ich lief also frohen Mutes in die Tankstelle und fragte ob die Werkstatt zu ihnen gehöre, was der Herr bejahte. Als ich ihm jedoch erzählte, dass ich etwas wollte, das mit Arbeit verknüpft ist, war natürlich wieder schlechte Stimmung. Augen wurden verdreht, Uhren angesehen, laut geschnauft. Die zwei Angestellten, welche ohne Kundschaft in einer Tankstelle die Kasse bewachten, konnten sich aber schlecht drücken und so erbarmte sich einer und wies uns relativ schroff an, wie wir das Auto zu parken hätten. 15 Minuten später waren die Räder gewechselt und 200 NOK (25 Franken) hatten den Besitzer gewechselt. Der Preis war völlig okay, der Service typisch Norwegen. Nichteinmal ein Auf Wiedersehen brachte man zur Verabschiedung über die Lippen.

Noch bevor wir die nächste Ortschaft, Tana Bru, erreichten, entdeckten wir links von uns den Tanafluss. Dieser Fluss zeichnet sich durch die Besonderheit aus, dass er riesige Bänke aus gelbem Sand anhäuft, welchen er mitführt. Der Sand hat Strandqualität, optisch und gefühlt wie im Sommerurlaub in Italien. Wirklich ein spannender Ort, welcher jedoch aufgrund eines fehlenden Geocaches anderweitig signiert werden musste. 





In Tana Bru kauften wir noch schnell ein paar Dinge im Rema ein, ehe wir wieder auf die E6 trafen, welche wir irgendwo zwischen Nordkapp und Lakselv verloren hatten. Diese verfolgten wir jedoch auch wieder nur ein paar Kilometer, ehe wir zum nächsten Abstecher ansetzten. Dieser war mit 180 Kilometern noch länger als derjenige nach Gamvik. Wir wussten jedoch beim Abbiegen auf die E75 noch nicht, ob wir die vollen 180 Kilometer bis nach Hamningberg fahren. Wie immer nahmen wir alles spontan und besuchten Ort um Ort, fuhren einfach drauflos.

In Nesseby fanden wir dann eine Kirche, welche wesentlich traditioneller schien als noch diejenige von Tana. Wir schossen Fotos von der im Nebel mystisch wirkenden Kirche und wunderten uns über die vielen Leute. Doch ihre riesigen Objektive verrieten uns, dass sie wohl eher nicht die Kirche fotografierten, sondern auf der Suche nach Vögeln sind. Da wäre ich mit meinem 10 – 18mm Weitwinkelobjektiv definitiv am falschen Ort und so machten wir uns auf die Weiterreise. 



Diese führte uns zum nächsten Halt – einem Vogelfelsen. Nun also doch vögeln Vögel fotografieren. Wir wanderten etwa 10 Minuten bis an die Klippen am Meer. Das spannende: wir standen nun oben am Vogelfelsen und sahen wie unter uns die vielen Möwen in die Felswand zu ihren Nestern flogen. Wundervoll der Kontrast der schneeweissen Möwen zu den dunkeln, nassen Felsen und dem satten Grün. Gerne würde ich Fotos präsentieren – nur leider hatte ich noch immer vorhin erwähntes Weitwinkelobjektiv an der Kamera. Damit liess sich die Möwe auf die Grösse eines Stecknadelkopfes heranzoomen. Ein weisser Fleck im Bild und nicht mehr. Doch auch die Natur hatte es sich hier in sich. Lange sahen wir kein so schönes Grün mehr, welches sich hier zwischen die Felsen legte.




Nun ging es langsam dem Abend zu doch wir hatten noch einen letzten Besuch vor. An einem Ort, welcher absolut unspektakulär erscheint, jedoch geschichtlich ein wichtiger Punkt darstellt. Nach einem kleinen Spaziergang erreichten wir einen roten Stahlturm, von welchem die Farbe abblätterte und der schon lange ohne Zweck hier zu stehen scheint. Und das stimmt auch. Der Mast wurde in den zwanziger Jahren zuletzt genutzt und dies um Luftschiffe anzuketten. Ein Zeppelinbahnhof also. Doch von hier legten nicht irgendwelche Luftschiffe ab. Nein. Hier legte die „Norway“ ab, welche unter der Führung von Umberto Nobile und Roald Amundsen zum ersten Mal den Nordpol überflog. Nur zwei Jahre später startete auch die „Italia“ mit Umberto Nobile hier ihre Reise zum Nordpol. Leider wurde sie vom Wind zerfetzt und die Besatzung strandete im ewigen Eis am Nordpol. Bei der Befreiungsaktion konnten viele der Besatzung gerettet werden, einige der Rettungstruppe, unter anderem ihr Anführer Roald Amundsen, fanden in der Kälte jedoch den Tod. Ein wahrlich geschichtsträchtiger Ort also, der von den meisten Vorbeifahrenden wohl einfach als alter Strom- oder Radiomast abgetan wird. 




Nach diesem Besuch beschlossen wir, dass wir heute nur noch bis Vardo fahren würden, was noch immer eine Stunde dauern würde. Die Fahrt war neblig und teils von heftigen Regenfällen begleitet. Trotzdem fiel mir plötzlich etwas auf, weswegen ich auf der Hauptstrasse einen Stopp zog. Ich stellte das Wohnmobil seitlich an die Strasse, halb auf dem Teer, halb im Wiesland. Macht ja nichts, zumal hier nur alle 10 Minuten ein Auto lang fährt. Ich stieg aus und musste leider einsehen, dass ich recht gesehen hatte. Zwei Schafe waren auf einer kleinen Insel im Meer vom Wasser eingeschlossen worden. Die Flut schien sie abgeschnitten zu haben und die Schafe blökten laut von der kleinen Erhebung, welche gerade knapp Platz für die Beiden bot und immer wieder von den Wellen überspült wurde. Können Schafe schwimmen? Eigentlich kann das ja jedes Tier. Doch die Verzweiflung war den Schafen anzusehen und es wären ja nur 5 Meter gewesen. Während wir überlegten, ob und wie wir den Schafen helfen könnten, ernteten wir von den Norwegischen Autofahrern nette Grüsse mit Mittelfingern und lautem Fluchen. Ein so schönes Land – bewohnt von so unfreundlichen Menschen. Wir konnten nicht mit gutem Gewissen verschwinden, wussten aber auch nicht was tun. Plötzlich entschied sich ein Schaf jedoch zum Sprung in das Wasser und erreichte gut das Ufer. Das Zweite tat es ihm gleich und schon kurz später grasten die Beiden auf der Wiese als wäre nie etwas gewesen. Wir fuhren beruhigt weiter.

Nach einem weiteren Unterwassertunnel erreichten wir dann die Insel Vardoy mit der Orschaft Vardo, wo wir unseren Übernachtungsplatz zwischen vielen anderen Womos am Meer einnahmen. Wind und Regen hindern uns am Verlassen der warmen vier Wände und so gibt es nach dem Nachtessen ein Videoabend mit den eigenen Videos, welche Melanie immer macht, mit anschliessendem Lesen im kuscheligen Bett. 

Mittwoch, 1. August 2018

Ein erneuter "nördlichster" Punkt - Trollholmen bis Gamvik

Wie erwartet, verbrachten wir eine ruhige Nacht im Nirgendwo. Geweckt wurden wir aber auch heute wieder durch die Hitze und nicht durch den Wecker. Die Sonne stand auch heute schon wieder seit Stunden am Himmel und keine Wolke hielt sie dabei auf. Wir öffneten alle Fenster und genossen ein leckeres Frühstück, ehe wir als Erste vom Platz wegfuhren. 



Unser Weg führte uns weiter in den Süden. Die nächste grössere Stadt, Lakselv, nutzten wir um uns wieder ein wenig mit Essen einzudecken und besuchten sowohl den Spar wie auch den Rema. Die einzigen in über 100 Kilometern Umkreis. Nachdem der Kühlschrank wieder gefüllt war, konnten wir uns beruhigt auf der anderen Fjordseite wieder in den Norden begeben.

Dort wartete schon bald ein Canyon auf uns, welchen wir dieses Mal nicht ganz so heftig erwandern mussten wie den Alta Canyon. Dafür war der Silfar Canyon, fünf Minuten neben der Hauptstrasse, auch nicht ganz so riesig. Trotzdem überzeugte er mit seiner Schönheit und der Ruhe, welche hier herrschte. Wieder war ausser uns niemand vor Ort und wir konnten die Schlucht geniessen. Wir machten Fotos hier und da, wagten uns ganz nahe an den Abgrund und blickten in das glasklare Wasser, welches schäumend unter uns durch den Canyon schoss. Das einzige Problem war die Hitze. Schon während der Fahrt zeigte das Thermometer um die 28°C und hier auf dem steinernen Boden über der Schlucht wurden wir von oben und unten gegrillt. Zum Glück war das rettende Womo nur fünf Minuten entfernt und wir fuhren schon bald im leicht klimatisierten Womo der 98 entlang. 





Erst der Adamsfoss mochte uns kurz vor Ifjord bremsen. Unter der Strasse schoss dieser Wasserfall, eigentlich fast mehr eine Kaskade, von dem kleinen See, dem weiter unten liegenden Meer entgegen. Nachdem das Womo geparkt war und wir uns zu Fuss an den Adamsfoss wagten, wurden wir dann auch mit wunderschöner Weitsicht und einem tiefen Blick in die Schlucht belohnt. Wieder blieben wir, bis es uns zu heiss wurde und wir froh waren, dass heute vor allem viele Kilometer auf dem Programm standen.





Schon kurz später in Ifjord machten wir uns nämlich auch schon wieder auf einen Abstecher. Dieser führte uns erneut nordwärts dem wundervollen Fjord entlang. Wir konnten uns an der Landschaft beinahe nicht satt sehen und so legten wir auch noch an dem Fjord unseren Mittagshalt ein. Hoch oben blies sogar noch ein leichter Wind durch das Womo und wir konnten ein wenig entspannen, während wir uns ein Naturjoghurt mit frischen Nektarinen und Blaubeeren zubereiteten. Auch hier hatten wir eine wundervolle Aussicht um ein wenig Zeit zu verbringen. 




Weiter folgten wir der 888 in Richtung Gamvik. Wir überquerten ein erstes Fjell, welches wohl eher einem Schuttfeld glich. Hier sahen wir eine ganze Weile nur Steine, welche schon lange nicht mehr zu imposanten Felsen getürmt sind. Bald erreichten wir eine kleine Talsohle, nach der der Nordkinnvei uns ins nächste Fjell trug. Im Sommer ist dies kein Problem, doch im Winter läuft das Ganze hier ein wenig anders. Ein grosser Parkplatz im Tal mit grosser beheizbarer Hütte weist darauf hin. Hier werden die Autos im Winter gesammelt und acht Mal am Tag in grossen Konvois, von Räumungsfahrzeugen und Profis begleitet, über das Fjell geführt. Wenn es ganz schlimm ist bleibt die Strasse bis Mehamn sogar geschlossen und es wird eine Notfall-Fähre eingesetzt. Man sieht: die Winter hier oben sind hart. Etwas was bei einer Fjellüberquerung heute am siebzigsten Breitengrad bei beinahe dreissig Grad fast schon unwirklich erscheint. Das zweite Fjell bot uns dann landschaftlich schon viel mehr als noch sein Vorgänger. Eine unbeschreibliche Weite, Leere und Einsamkeit. Dies kannten wir so nur aus den USA oder Kanada. Und genau so fühlten wir uns hier oben.

Wir erreichten Mehamn, welches wir jedoch nur für die Ver- und Entsorgung kurz besuchten, bevor wir nach Gamvik abschwenkten. 20 Minuten später waren wir in Gamvik angelangt, schwenkten im Dorf nochmals in Richtung Norden und erreichten dann das alternative Womo- Nordkapp. Oder das eigentliche Nordkapp? Ganz ehrlich: langsam verstehen wir nichts mehr. Das Nordkapp ist nicht das Nordkapp, weil man sich vermessen hat. Dann gibt es da ja den Knivskjelodden, welchen wir erwanderten. Nördlichster Punkt Europas? Stimmt ja nicht ganz, zumal Grönland und Spitzbergen ja auch zu Europa gehören. Nördlichster Festlandpunkt? Stimmt auch nicht, denn sowohl Knivskjelodden wie auch Nordkapp sind auf einer Insel. Und dann Gamvik – nördlichster Festlandspunkt Europas und der nördlichste Punkt auf europäischem Festland, welchen man mit dem Womo erreichen kann. Oder allgemein motorisiert. Ein riesiges Durcheinander. Wenn jemand es entwirren kann, darf er dies gerne in der Kommentarspalte unten tun.

Wir parkten unser Womo also nach einigen Fahrtstunden auf dem Parkplatz, dem nördlichsten Punkt, der unser Womo auf Festland erreichen kann. Natürlich wählten wir uns auch gleich den nördlichsten Parkplatz aus, wollen wir ja die nördlichsten sein die nächste Nacht. Es war erst 15 Uhr und die Sonne schien. Schon ab morgen soll damit jedoch Schluss sein und so nutzten wir die Zeit sinnvoll, indem wir Wäsche wuschen. Viel hatte sich angesammelt, doch wir hatten ja nun Zeit. Im eingespielten Team war das eine schnelle Sache und bald schon war die Wäscheleine gefüllt mit gut duftender Kleidung. Wir trafen auf dem Parkplatz noch zwei Basler, unterhielten uns, ehe wir uns ans grillen machten. Ein grünes Womo gesellte sich schon bald zu uns, mit bekannten Gesichtern. Die beiden Mädels übernachteten schon gestern bei den Trollen in unmittelbarer Umgebung zu uns, hatten also die gleiche Tour hinter sich heute. Wir genossen noch die Sonne, tranken ein Bier, ehe wir unter die Dusche hüpften. Ein gemütlicher Abend an diesem wundervollen Ort mit freier Sicht auf endloses Meer.