Mittwoch, 4. Juli 2018

Trollveg, Trollkirke und die Atlantikstrasse (ohne Trolle)

Heute früh wachten wir ein wenig früher auf. Melanie jedenfalls. Ein kleines Kreuzfahrtschiff hatte im nahen Hafen angelegt und der tief brummende Schiffsmotor weckte Melanie und liess sie nicht wieder einschlafen. So wurden die Fenster heute schon früh geöffnet – doch unsere Berner Nachbarn waren auch heute schon wieder weg. Da soll nochmals jemand sagen die seien langsam. Wir frühstückten noch kurz ehe wir uns uns wieder auf Achse begaben.

Zuerst ging es ein kleines Stück zurück. Gestern reichte es leider nicht mehr um nach dem Trollstigen auch noch bei der Trollwand (Trollveg) vorbeizufahren. Fussballspiel sei Dank. Doch nur gerade 8 Minuten dauerte der Umweg heute und so nahmen wir diesen auf uns. Nach der Trolltunga und dem Trollstigen sollte uns doch kein Troll-Ort Norwegens in der Sammlung fehlen. Doch die Trollveg selbst war jetzt nicht so richtig beeindruckend. Eine hohe und senkrechte Felswand, von denen es hier in Norwegen so einige gibt. Diese Wand hier mauserte sich schon in den Neunzigerjahren zum Mekka für Basejumper – sechs Jahre später hat man es aufgrund zu vieler Todesfälle dann verboten. Seit da springen die Verrückten im schweizerischen Lauterbrunnen (wo unsere Reise ja startete) ins Leere und hoffen, dass ein kleiner Schirm sie auffängt. Auch in Lauterbrunnen klappt es lange nicht immer, ist jedoch noch immer erlaubt. Uns gefiel hier an der Trollwand dafür ein riesiger Troll, welcher hier stand. Ebenso eine englische Reiseleiterin, welche sich vor dem Troll von einem Reiseteilnehmer inklusive ihrer hölzernen Nummerntafel fotografieren liess. Als ein Reiseteilnehmer anmerkte, dass man auf dem Foto gar nicht erkennt, wer nun wer ist, meinte sie nur, dass sie mit der Nummerntafel auch prima auf Reiseteilnehmer einprügeln könne. Auch als sie dann noch ein Foto von uns schoss, rissen die Kommentare nicht ab. Eine längere Szene mit viel britischem Humor folgte und liess uns lachend zurück. 




Nun ging es wieder nach Andelsnes zurück wo wir gleich noch ausnutzten, dass nun die Läden geöffnet hatten. Doch weder im Technik- noch in einem der beiden Sportläden wurden wir fündig nach dem Gesuchten und zogen nun weiter nach Molde. Auf dem Weg stand wieder eine Fährverbindung auf dem Plan und unser Wohnmobil kam wieder unter 6 Meter durch. Doch der Fahrradträger mit den Rädern sei ja auch noch und darum mussten wir 6 – 7 Meter bezahlen. Wir merkten, dass es einem auch mit einem Womo unter 6 Meter hier nur dann besser ergeht, wenn man keinen Fahrradträger anbaut – und das sieht man wirklich extrem selten.

Wir rollten durch den Unterwassertunnel nach Molde und fanden auch gleich einen Parkplatz bei einer Sehenswürdigkeit der Stadt. Das Scandic-Hotel „Rica“ thronte gläsern am Meer und spiegelte in seiner Fassade die weissen Spitzen der Berge, welche uns die letzten Tage begleiteten. Neben dem modernen Hotel steht auch gleich das ebenso modern erbaute Moldebad und das neue Fussballstadion der Stadt. Wir wanderten immer weiter ins Zentrum der Stadt und plötzlich stand da mitten in der kleinen verschlafenen Stadt mit ihren Gässchen und kleinen Handwerksläden ein riesiger Wohnblock. Ein gigantischer sogar. Der Wohnblock entpuppte sich als Kreuzfahrtschiff und dieses lag im Hafen, welcher gleich an die Altstadt grenzt. Ganz imposant wie dieses gigantische Stahlding hier praktisch im Quartier stand. Der Grösse des Dampfers entsprechend war auch das Menschenaufkommen in der Innenstadt bei den Sehenswürdigkeiten und den Läden. Es wäre sicherlich spannend hier auf einer Bank die Ruhe zu geniessen bevor so ein Luxusdampfer anlegt und dann zu warten wie die Stadt sich immer mehr füllt. Die Rosenstadt Norwegens ist ein grosser Posten in der Geschichte Norwegens. 1916 brannten bei einem der grössten Stadtbrände weit über 100 Häuser völlig nieder. Die Stadt wurde wieder aufgebaut und dies so schön wie keine andere Norwegische Stadt (behaupteten die Einheimischen). Die Stadt war so schön, dass sich 1940 sogar der König Norwegens in ihr niederliess. Dies war jedoch ein erneuter Untergang der Stadt, da die Deutschen den König zur Kapitulation zwingen wollten. Kurzerhand wurde also Molde erneut in Schutt und Asche gelegt. Der König konnte nur tatenlos zusehen – überlebte das Bombardement jedoch unverletzt.








Wir verliessen die interessante und schöne Stadt wieder und verzichteten auf einen Besuch von Varden. Der Aussichtspunkt bietet einen Blick über die Stadt. Das hatten wir erst vor Kurzem über die Jugendstilstadt Alesund. Wir machten uns lieber auf den Weg die Atlantikstrasse zu besuchen. Doch Halt! Da entdeckten wir noch etwas in unserem Reiseführer. Die Trollkirke. Irgendwie erinnerte ich mich noch daran, dass ich das Buch Zuhause schon einmal gelesen hatte und dieser Ort Vorfreude in mir auslöste. Zudem stellte der Ort ja nur die logische Weiterführung der Trollbesichtigungen hier in Norwegen dar.

Wir fanden uns also schon bald auf dem sehr gut gefüllten Parkplatz der Trollkirche wieder und hatten so gar keine Lust darauf was nun folgen würde. Eine Wanderung. Anderthalb Stunden (je Weg), über 3 Kilometer und diverse Höhenmeter. Schon wieder wandern also. Naja – da hilft kein Schimpfen und kein Fluchen. Wanderschuhe geschnürt, Rucksack gepackt und ab ging der Marsch. Die grosse Kamera blieb im Womo zurück, denn wir wollten sie in der Kirche nicht zerkratzen und die Kirche schien sowieso zu klein um Fotos schiessen zu können. Nur die GoPro für die Filmaufnahmen wurde mitgeführt auf den Weg, der erst flach durch ein kleines Moor führte. Doch schon bald im Tannenwald stieg der Trampelpfad steil an und durch eine Art ausgetrocknetes Bachbett mussten wir uns jeden Höhenmeter schwer erarbeiten. Kaum war die Baumgrenze erreicht wurde das Gelände noch steiler und die Sonne brannte ungehindert auf uns hinab. Die glatten Felsplatten unter unseren Füssen sorgten dafür, dass wir auch von unten gut durchgebraten wurden. Wir hatten ein beachtliches Tempo und fanden uns nach einer knappen Stunde vor dem Eingang der Kirche wieder.

Natürlich handelt es sich bei der Trollkirke nicht um eine richtige Kirche. Es handelt sich um eine Höhle. Wir zogen schnell warme Kleidung an, knipsten unsere Stirnleuchten an und verschwanden in dem gemütlich grossen Schlund der Höhle. Wir folgten immer schön dem Bächlein, welches aus der Höhle fliesst und auch für deren Entstehung verantwortlich war. Dieses kleine Bächlein schwemmte über die Jahre den weichen Kalkstein aus dem marmorhaltigen Felsen und hinterliess eine Höhle welche mal weit und hoch ist und einem manchmal tief geduckt kriechen lässt. Nach einiger Zeit erreichten wir dann das Ende (oder den Beginn?) der Höhle. Der Ort an dem das Wasser in die Höhle eintritt. Hier ist es keine Quelle sondern ein mehr als spektakulärer Wasserfall, welcher hier von weit oben mit einem Lichtkegel in die dunkle Tiefe fällt. Das klare Wasser sammelt sich zu einem kleinen See, ehe es nach draussen strömt. Ein wundervoller Ort. Mitten in der Natur, nicht touristisch und einfach nur überwältigend. Steht man hier fühlt man sich frei, unbeschwert und einfach nur wunderbar. Ein Ort welcher Ruhe ausstrahlt. Wir fühlten uns an einer unserer Mallorca Highlights, den Besuch der Senora Na Mitjana, zurückerinnert. Ein Traum.





Wir verliessen den Hauptteil der Kirche wieder und machten uns am Tageslicht auf den weiteren Weg nach oben. Hier wurde mit einer Leiter und diversen Stahlseilen ein weiterer Zugang in einen Schlund oberhalb des Wasserfalls gelegt. Auch hier findet man sich in einem riesigen Raum wieder, in welchen das Wasser von oben in einer Rinne eintritt. Der Marmor ist hier glatt poliert und teilweise leuchtend blau. Ebenfalls ein wunderbarer Ort. Wir verliessen auch diesen Ort nach oben, um dort noch einen schönen Bergsee mit zugehörigem Geocache zu besuchen. Dies war ein kleiner Abstecher und wir machten uns schon bald an den Abstieg. Da schien ein winziger Fleck im Tal zu sein, welcher sich nach gut 40 Minuten jedoch zum Glück wirklich als unser Womo herausstellte.

Wir tätigten noch einen Anruf in die Schweiz. Einer der seltenen Telefonate nutzten wir um Melanies Schwester zum Geburtstag zu gratulieren und ein wenig zu plaudern ehe wir weiter in den Norden fuhren.

Nun war sie aber hier. Endlich. Die Atlantikstrasse. Einer der berühmtesten und meist fotografiertesten Streckenabschnitte Norwegens lag vor unserem Wohnmobil. Die Strasse windet sich hier mittels Brücken und Dämmen über diverse kleine Inseln und Scheren. Wir hatten bestes Wetter und mussten so keine Angst haben von den vielen Brücken gewindet zu werden oder dass eine hohe Welle uns mitreist. Im Radio lief „My Favourite Game“ von den Cardigans – der richtige Soundtrack um so eine Strasse zu befahren. Auch hier wieder Freiheit und Wildnis pur. Selten fühlt man sich beim Befahren einer Strasse so mit dem Meer verbunden. Wie über Wellen gleitet man über die Piste. Doch wir waren nicht alleine. Womos überall. Dieser Teil der Strecke in den Norden wird wohl von JEDEM Womofahrer befahren und auch andere komische Fahrzeuge konnten hier auf der Durchreise angetroffen werden. Wir machten einen kurzen Spaziergang, schossen einige Fotos und machten uns dann auf den Weg in den Norden. Überall hatten es sich die Wohnmobile in riesigen Rudeln gemütlich für die Nacht gemacht. Doch in solch grossen Verbänden wollten wir hier nicht stehen und suchten einen alten Hafenkai eine Viertelstunde nördlicher auf. Hier stehen wir direkt am Meer, mit einer schönen Aussicht, welche wir uns nur mit einem einzigen anderen Womo teilen müssen. Gegessen haben wir schon und nun werden wir uns noch zum kleinen Sandstrand hier begeben um gegen 21 Uhr noch unseren täglichen Badetermin wahrzunehmen. 







Dienstag, 3. Juli 2018

Von Alesund ins Achtelfinal nach Andalsnes

So richtig früh kamen wir heute trotz Vorsatz nicht aus dem Bett. Bis auf ein Womo waren auch schon alle Nachbarn weitergezogen. Doch so eilig hatten wir es ja auch wieder nicht. Und so gab es ein gemütliches Frühstück ehe wir Richtung Innenstadt von Alesund fuhren. Diese war doch etwa 10 Minuten entfernt (inklusive verfahren) und bot nicht gerade viele Parkplätze. Doch wir konnten einen entdecken und lösten ein Ticket für nicht ganz eine Stunde. 10NOK also knapp einen Franken kostete uns das, was völlig okay war. Somit dauerte unsere Parkzeit bis 09:54 und die Läden öffneten alle um 10 Uhr. So kann man exzessivem Shopping auch vorbeugen. Wir entdeckten dafür lieber die Stadt mit ihren vielen Häusern im Jugendstil. Es war interessant wieder einmal Häuser zu sehen, welche nicht aus Holz gebaut sind – so erfrischend anders. Doch das imposante war eine Stadt zu betrachten, welche praktisch komplett im Jugendstil erbaut wurde. Das sahen wir so wirklich noch nie und die Stadt gleicht sehr einem Museum für diesen Häuserbaustil. So überzogen wir die Parkdauer auch leicht und machten uns erst kurz nach 10 Uhr auf unsere Weiterreise. 





Wir liessen Alesund hinter uns und brausten in den Norden. Das Ziel war heute über den Trollstigen nach Andalsnes zu fahren. Keine weite Strecke und auch eine mit nicht allzu vielen Sehenswürdigkeiten. Eine ersten kleinen Halt machten wir jedoch schon nach kurzer Fahrt bei den Skodje Bru. Zwei Brücken, welche aus Ziegeln und Naturstein erbaut worden sind. Die Bauten vom Beginn des letzten Jahrhunderts sind ebenfalls einmal etwas anderes. Kein Stahl, keine Hängekonstruktion, kein Spannbeton. Wir schossen ein paar Fotos, besuchten den Cache am Fusse der Brücke und fuhren weiter. 




Ein kleiner Halt um den Fjord zu betrachten wurde noch eingelegt. Dieser dauerte jedoch nur kurz. Ein bisschen länger planten wir unseren Halt bei der Gudbrandsjuvet. Eine tiefe Schlucht welche den relativ grossen Fluss Gudbrand einfach verschwinden lässt. Der Ort sah im Reiseführer so romantisch und natürlich aus. Und vor Ort: die Reisebusse stauten sich schon 300 Meter vor dem Parkplatz. Da wussten wir schon wieder was uns erwartet. Wir parkten unser Womo trotzdem und begaben uns durch die Menschenmassen auf die Besucherstege. Diese Stahlkonstruktionen erinnern stark an die Raubtiergänge mit denen im Zirkus die Tiger in die Manege geleitet werden. Sie ziehen sich mehrere Meter im Zick-Zack durch die Gegend. Geradeaus wäre es schneller und kürzer gewesen – aber dann hätten all die Leute ja gar keinen Platz gehabt. Erst ganz am Ende des Steges hingen ein paar Kanzeln über der Schlucht. Und als wir endlich dort waren, waren alle Menschen weg. Als ob die Tiger wirklich kommen würden, machten sich alle auf den Rückweg und wir konnten in Ruhe Fotos schiessen und ein paar Filme aufnehmen. Die Schlucht war wirklich sehr imposant. Beeindruckend wie so viel Wasser sich mit grossem Getöse durch einen so schmalen Felsspalt winden kann. Naturgewalt pur.





Die nächsten Reisebusse fuhren schon auf den Parkplatz und wir wussten, dass wir nun wieder hier weg müssen. Weiter ging es in Richtung Trollstigen, über Strassen welche immer schmäler wurden. Die Fahrzeugauswahl schränkte sich langsam immer mehr ein. Reisebusse, Wohnmobile und wenn einmal ein normaler PKW der Weg kreuzte, prangte ein Aufkleber von Avis, Hertz, Budget und wie sie auch alle heissen am Heck. 5 Kilometer vor dem Ziel entschlossen wir uns einen gemütlichen Picknickplatz anzufahren und unser Mittagessen zu uns zu nehmen. Es gab Naturejogurt mit Nektarinen und unseren gesammelten Heidelbeeren von gestern. Ein gesunder Traum.

Als die Wolken dann auch noch beiseite traten und der Sonne Platz machten, zogen wir weiter. Nicht mehr weit war es nach oben bis zur wohl berühmtesten Serpentinenstrasse Europas. Dem Trollstigsvei oder einfach Trollstigen. Wie erwartet standen hier oben nicht bloss ein oder zwei Fahrzeuge auf dem Parkplatz. Diverse Reisebusse, PKWs und vor allem Wohnmobile parkten dicht an dicht und die Menschentraube drängte sich über einen Steg zum Aussichtspunkt. Auch wir parkten unser Womo und machten es den Touristen gleich. Wir schoben uns an dem Besucherzentrum vorbei – ein riesiger Betonbau, welchen man hier in den schönen Bergfluss gepflanzt hat. Auch der rostige Stahlsteg ragte wie ein Fremdkörper aus der Landschaft, führte uns jedoch zu einem der schönsten Aussichtspunkte, welchen wir je besuchen durften. Die Sicht in das vor uns liegende Tal war der Knüller. Und blickte man hinab, sah man den Trollstigen in seiner vollen Länge. Diverse enge Serpentinen und 10% Gefälle machte den Fahrern der grossen Fahrzeuge das Leben schwer. Es war eine Freude die teilweise überforderten Fahrer bei ihren Manövern zu beobachten. Besonders wenn zwei Reisebusse auf dieser Strasse aufeinander treffen wird es lustig. Plötzlich beobachteten wir sogar zwei Personen, welche sich mit dem Slalomboard (so eine Art Skateboard) die Strasse hinunterstürzten. Und das in einem Tempo, dass sie alle Autos überholten. Krass anzusehen war das. So verbrachten wir hier doch einige Minuten, genossen die Aussicht und die Unterhaltung unter uns. 









Dann war es jedoch an uns die Leute zu unterhalten. Wer mich kennt weiss: nichts lieber als Bergstrassen. Auch mit dem Womo. Also wartete ich bis niemand vor mir war und steuerte dann unser Womo vom Parkplatz auf die Strasse. Leider drängte sich doch noch so ein winziger Elektro-Nissan vor uns, welcher natürlich in unglaublich langsamen Tempo die Passstrasse befuhr. Ein Reisecar aus Holland war jedoch mit unserem Entgegenkommen so überfordert, dass ich unser Womo eine grosse Strecke zurücksetzte, sogar um eine Serpentine herum. Danach war die Strasse vor uns frei und wir konnten die Abfahrt so richtig geniessen. Ich auf jeden Fall. Und Melanie hat sich auch schon fester an den Griff oberhalb der Türe geklammert. Viel zu schnell waren wir unten, doch die Uhr zeigte trotzdem schon 15 Uhr als wir in Andalsnes auf den Stellplatz rollten. Wir mussten uns nun beeilen, da in einer Stunde ja schon das Achtelfinale startete. Und wir mussten ja noch eine Bar oder so finden.

Wir beschlossen uns wieder einmal normale Kleidung anzuziehen. Normal heisst: keine Wanderschuhe, keine Wanderhosen und keine bereits benutzten Pullover. In meiner sauberen Jeans, meinem angenehmen Pullover und den sauberen Turnschuhen kam ich mir schon fast vor wie in einer Verkleidung. Doch so enterten wir das Städtchen und fanden neben ein paar Restaurants und einem fensterlosen Kebapstand gar nichts. Wir suchten uns also ein offenes WLAN um dort zu streamen. SRF und 20Minuten etc. funktionieren ja aus rechtlichen Gründen im Ausland nicht. Aber TV2 Norge hat sich die Rechte der Übertragung für Norwegen gesichert und diesen Sender können wir streamen. Ja wir sind informiert. Nur leider überträgt TV2 dieses Spiel nicht. Nur die Spiele um 20:00 werden übertragen – was soll denn das bitte? Und so begann das Spiel wieder von vorne. Zurück zum Womo stressen, zu Rema 1000 fahren, uns ins WLAN einloggen und merken, dass Schweizer Seiten gesperrt sind und andere Streamingangebote nicht vorhanden waren. Die FIFA duldet wohl kein vorbeisehen an den offiziellen Kanälen. Als letzten Versuch schauten wir uns auf Facebook um, um zu sehen ob jemand dort das Spiel streamt – chancenlos. Da kam uns eine Idee. Whatsapp Videotelefonie. Wir hatten ja WLAN. Und an wen wendet sich ein erwachsener Mann wenn er nicht mehr weiter weiss und Hilfe braucht? Genau: an seine Mami. So wurde kurzerhand meine liebe Frau Mutter wieder vom Sofa hochgescheucht und in unseren Plan eingeweiht. Das Spiel war schon angepfiffen als die gute Frau aus einem Stuhl, diversen CD Hüllen und einem Schuhlöffel uns einen Kameraturm vor ihrem Fernseher baute. Dass dieser ihr selbst die Sicht vom Sofa zum Fernseher versperrte, merkte sie leider erst wieder als sie sich setzte. Aber sie hat ja zum Glück ein riesiges Sofa und konnte sich ein wenig umsetzen. Ja auch wenn alles den Bach runter geht – auf seine Mutter kann man sich eben immer verlassen. 

So sassen wir also in unserem Womo auf dem Parkplatz von Rema 1000. Dieses war nicht gerade am besten Ort geparkt, jedoch an dem Ort wo das beste WLAN vorhanden war. Der Akku meines Handys war dann auch ziemlich genau nach 45 Minuten am Ende. Wir hofften, dass dies nicht auch auf unsere Nationalspieler zutraf. So wurde nach der Pause Melanies Handy zum Glühen gebracht. Doch es half alles nichts. Wie schon im Hockey scheiterten wir auch im Fussball an den Schweden.
(Beim Foto der Konstruktion auf unserer Seite bitte auch das Nutellaglas der Halterung genau beachten)



Es graute uns schon vor der Rückkehr auf den Stellplatz. Schweden sind hier in Norwegen nämlich keine Seltenheit. Wir verabschiedeten uns dankbar von unserer Übertragungsdame am anderen Ende der Leitung und fuhren trotzdem zum Stellplatz. Unauffällig parkten wir uns in die Ecke und kochten Nachtessen. Typisch Schweizerisch gab es ein Hörnli mit Ghackets, welches mit Norwegischem Hackfleisch ein wenig anders, aber trotzdem lecker, schmeckte. Nun ist es noch früh am Abend – gut für mein spannendes Buch. Wir werden wohl noch in die Kristallkugel schauen (oder in den Reiseführer) um zu sehen, was die nächsten Tage so auf uns zukommt.

Und während wir das so taten, fuhr wieder ein weisser VW T5 auf den Platz. Passiert öfters hier. Doch es waren Landsleute. Berner. Doch nicht irgendwelche Berner – nein unsere Nachbarn von letzter Nacht stellten ihr Zuhause doch wirklich gleich wieder neben unseres. Was für ein Zufall. Wir lachten uns entgegen und trafen uns auf einen kleinen Schwatz vor unseren Womos. Dieser dauerte heute ein wenig länger und wir waren überrascht, dass schon beinahe 22 Uhr war, als wir uns von den Beiden verabschiedeten. Es ist immer wieder toll auf diese Art Leute kennenzulernen und sich ein wenig zu unterhalten. Jemand sagte einmal, Reisen ist nicht nur die Länder welche man besucht, sondern auch die Menschen, die man trifft. Keine Ahnung wer es war – doch recht hatte er.

Montag, 2. Juli 2018

Vogelinsel Runde und der Weg via Karibik nach Alesund

Wie geplant machten wir uns heute ein wenig früher auf den Weg als auch schon. Nach einer guten und ruhigen Nacht fiel uns das nicht weiter schwer. Den Montags-Blues haben unsere Körper schon länger abgelegt. Der Weg zum ersten Ziel war nicht weit und so war der Parkplatz auch noch beinahe leer als wir in Runde ankamen. Die Insel ist bekannt für ihre Vogelpopulation während der Brutzeit und heisst „RUNDE“. Als ich von der Vogelinsel Runde las, dachte ich immer, dass es sich um einen Rundweg handelt. Und genau auf diesen Stolperer ist auch meine Mutter gestern reingefallen. Also: Runde ist der Name der Insel. Daran denken.

Das Wetter zeigte sich wolkenlos und warm, während wir unsere sieben Sachen packten und uns auf die Runde Tour begaben. Schon nach wenigen Metern kamen wir dabei wieder an einem Campingplatz vorbei. Wieder hatten wir für die Touristen hier nur ein Kopfschütteln übrig. Heute machten wir von einem nahen Hügel ein Foto, damit ihr euch einmal von einem Norwegischen Campingplatz überzeugen könnt. Ihr wisst nun langsam wie und wo wir unsere Nächte verbringen. Kostenlos. Dieser Campingplatz hier verlangt wieder an die 40 Franken die Nacht – exklusiv Strom. 



Den folgenden Steilhang müssen jedoch auch die zahlenden Gäste erklimmen. Wirklich sehr sehr steil führt eine kleiner Teerweg auf die erste Anhöhe. Von dort aus geht es auf kleinen Trampelpfaden und Stegen weiter. Infoschilder informierten uns über die Flora und Fauna der Insel. 230 Vogelarten brüten Jahr für Jahr auf dieser Insel, welche deshalb ein sehr wichtiges Naturschutzgebiet darstellt. Am häufigsten trifft man hier Papageientaucher an. Die orangen Schnäbel haben jedoch beste Gesellschaft von diversen Möwenarten, Seeadlern, Seeschwalben, Basstölpeln, Trottellummen und vielen anderen. Aber auch ungefederte Tiere wie etwa Seelöwen sind oft gesehene Gäste auf der Insel. Das klang alles ganz vielversprechend – bis der Wind Nebel über die Insel ziehen liess.





Die Vögel waren verstummt, wir sahen nur ein paar Meter weit und mussten aufpassen, dass uns der Wind nicht über die Klippe blies. Uns war natürlich schnell klar, dass bei diesem Wetter wohl eher keine Vögel zu sichten waren. Auch die Fotografen mit den riesigen Objektiven zogen enttäuscht wieder von der Insel. Doch wir hielten uns wacker. Waren wir doch im Trainingslager für nordisches Wetter auf dem Galdhoppigen. So klapperten wir wacker ein paar Caches ab ehe wir einsahen, dass das Wetter heute einfach nicht mitspielt. Wir begaben uns auf den Weg vom Berg zum Womo. Plötzlich blieb Melanie wie angewurzelt stehen. Und tatsächlich war da nur wenige Meter neben dem Weg eine „Grosse Raubmöwe“ mit der täglichen Reinigung des Gefieders beschäftigt. Wir waren ganz aufgeregt doch noch einen seltenen Vogel entdeckt zu haben und begannen zu fotografieren. Tiere zu fotografieren braucht Zeit. Viel Zeit. Die meisten sind im Posieren noch schlechter als die schlechtesten Kandidatinnen bei Germanys Next Topmodel und so war auch nach 15 Minuten DAS Bild nicht im Kasten. Ein „Profi“ mit seinem riiiiiiesigen Teleobjektiv gesellte sich auch noch dazu und so ratterten die Klickgeräusche nur so, als die Möwe Artgenossen am Himmel entdeckte. Mit lauten Rufen und wildem Geflattere vertrieb sie die ungeliebten Gäste und geniale Bilder entstanden. Bei mir auf jeden Fall. Der Profi nebenan ärgerte sich masslos, da er das Objektiv falsch eingestellt hatte und der Möwe auf den Fotos den einen Flügel abgeschnitten hatte. So nützt einem auch ein wohl gut 1'500 Fränkiges Objektiv nichts. Das eine Bild vom einen Vogel war nun also im Kasten und wir machten uns an den Abstieg. 





Im Womo gab es erst ein leckeres Mittagessen ehe wir uns auf die Weiterfahrt machten. Diese führte uns weiter in den Norden ehe die Strasse in Hareid an dem Fähranleger endete. Es war gerade keine Fähre da und unser täglicher Badetermin stand ja auch noch an. So machten wir einen kleinen Abstecher auf eine Seitenstrasse, welche uns zu einem Monument führte. Dieses wurde 1986 von König Olav V eingeweiht und erinnert an die grösste Seeschlacht der Norwegischen Geschichte. Im Jahre 986 besiegten die Norweger in dieser Schlacht die Jomswikinger und verhinderten damit eine erneute dänische Herrschaft über Norwegen.



Doch was an diesem Ort viel mehr ins Auge sprang war der Strand. Weisser Sand, türkisfarbenes Wasser und beinahe keine Menschenseele. Was für ein Traum. Schnell wollten wir uns also ins Wasser stürzen – wurden aber auch heute wieder davon abgehalten. Ein Mann sprach uns in Schweizerdeutsch an. Er meinte er sehe nur sehr selten Schweizer hier draussen, seit er vor Jahren aus der Schweiz hierhin gezogen sei. Ein Auswanderer also. Natürlich ergab dies spannende Gespräche ehe wir uns dann wirklich ins Wasser verabschiedeten. Das dauerte dann wesentlich weniger lange, da das Wasser hier wieder extrem kalt war. Da waren wir froh um warmes Wasser zum Abduschen des Salzwassers im Womo. 




Das Monument wollten wir uns aber nicht entgehen lassen. Wir zogen einen warmen Pullover an und spazierten auf die kleine Landzunge. Kalt hatten wir nun nicht mehr. Wir begutachteten das Stück Beton und entdeckten viele kleine, blaue Punkte in dessen Umgebung. Heidelbeeren so weit das Auge reichte. Schnell rannte ich zum Womo zurück und holte ein Tupperware. Dieses haben wir innerhalb wenigen Minuten gut gefüllt und machten uns glücklich zurück in unser Zuhause.

Nun ging es aber auf die Fähre. Diese nahm uns knapp als letztes Fahrzeug auf und verrechnete uns wiederum nur den Preis für Mobile unter 6 Meter. So bezahlten wir für die 30-minütige Überfahrt nur knapp 20 Franken. Das Ziel der Fähre lag nahe der Stadt Alesund, welche wir gleich noch besuchen wollten. Oder wenigstens den Aussichtspunkt Aksla. Von dort aus hat man einen traumhaften Blick über die wundervolle Stadt, welche eine der wenigen Städte in Europa ist, welche komplett im Jugendstil erbaut wurde. Dies nachdem 1904 zum wiederholten Male beinahe die komplette Stadt abbrannte. Da dachten sich die Leute, dass die Norwegischen Holzhäuser ihnen gestohlen bleiben können und sie nun mit Stein bauen – im damals eben modernen Jugendstil. Dies erkennt man schon wenn man die Stadt von oben herab betrachtet oder kurz durch sie hindurch fährt. Dies taten wir als nächstes um zum Aquarium zu gelangen. Dieses wollten wir nicht besuchen doch von 17:00 bis 10:00 steht man hier kostenlos und kann gerne übernachten. Wir wurden an diesem Platz am Rande der Stadt von zwei Bernern herzlich empfangen. Wir quatschten noch eine Weile mit den neuen Nachbarn ehe wir uns dem Nachtessen widmeten. Die Stadt werden wir uns dann erst morgen ansehen, ehe wir weiter in Richtung Norden ziehen. Morgen müssen wir wieder früh los. Bis 16:00 sollten wir in Andalsnes sein – Achtelfinale Schweiz- Schweden!



Sonntag, 1. Juli 2018

Wandertag Bonus-Edition

Heute sind wir wirklich spät aus dem Bett gekrochen. Der Wecker ging auch erst um 9 Uhr. Das hatte einen Grund, der seinen Ursprung gestern Abend kurz nach dem Veröffentlichen des Blogs hat. Denn kaum war der Blog online, wechselte das Licht vor unserem Fenster in eine wundervolle Abendstimmung. Natürlich packte ich gleich die Kamera und stürmte nach Draussen um dieses Schauspiel festzuhalten.



Das alleine war natürlich nicht der Grund. Nein. Aber gleich auf der anderen Strassenseite sassen drei junge Reisende aus Deutschland, welche ihre beiden VW T5 neben uns abgestellt hatten. Ein kleines Lagerfeuer brannte, leise Musik drang aus den Lautsprechern und es wurde gequatscht und gelacht. Spontan wurden Melanie und ich dann zu Marshmellows am Spiess eingeladen. Jetzt könnt ihr den Grund langsam erahnen. Wir wurden mit den klebrigen Zuckerdingern verköstigt und ebenso mit leckerem Bier aus einer Deutschen Kleinbrauerei. Wir holten noch unsere Flasche Appenzeller hervor und schon klappte das mit dem kulturellen Austausch bestens. Natürlich wurde auch viel gequatscht und dabei schlug die nördliche Breite wieder voll zu. Die Sonne ging zwar unter, wanderte jedoch permanent knapp unter dem Horizont. Es war hell. Richtig hell. So wie wenn bei uns Zuhause eine grosse Wolke die Sonne verdeckt. Und das die ganze Zeit, bis wir um 01:20 langsam das Gefühl hatten, dass es noch heller wird und die Sonne jeden Moment wieder aufgehen wird. Dann legten wir uns schlafen, obwohl die sympathische Runde uns sehr gefiel.

Trotzdem wollten wir heute natürlich was erleben und machten uns nach dem Frühstück dann doch einigermassen bei Zeiten auf den Weg. Unser eigentliches erstes Ziel war ein Sandstrand ganz in der Nähe. Diesen sahen wir schon gestern und der weisse Sand und das türkisfarbene Wasser stellen so machen Karibikstrand in den Schatten. Eigentlich wollten wir unser heutiges Bad dort abhalten, was wir aber aufgrund des kostenpflichtigen Parkplatzes ausgelassen hatten. Den Strand begutachteten wir so von der Strasse aus und schossen Fotos. Urteilt selbst – doch solche Strände findet man wirklich auch im Süden nur sehr selten. 




Das grosse Ziel heute war das Westkap. Nach dem Südkap sollte es also heute das Kap im Westen sein. Doch ein kleines Etwas schaffte es dann doch unsere Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Ihr ahnt es, es geht um einen Geocache. Um einen ungefundenen Geocache – also einen FTF. Diese arme kleine Dose (coord.info/GC7PY3Q), welche schon seit dem 20. Mai 2018 auf einen Fund wartet, wollten wir erlösen. Direkt auf dem Weg lag sie auch. Oder zumindest der Parkplatz. Auf diesen begaben wir uns, schmierten Brote und packten unseren Rucksack. Unsere Beine und Füsse wollten schon protestieren. Versprachen wir ihnen doch ein paar Tage der Erholung nach den Eskapaden der letzten Tage. Doch das hier musste jetzt einfach sein.

Wir starteten auf die Wanderung, welche uns auf einen Berggipfel führen sollte. Der Weg verlief ganz gut bergan, jedoch immer etwa gleichbleibend. Die Natur war auch hier wieder spannend und abwechslungsreich. Wir starteten über Wiesen mit Schafen, es folgte Tannenwald, Birkenwald und die ersten Hochebenen. Der Ausblick auf das umliegende Land wurde dabei immer traumhafter. Als wir den Gipfel erreichten, erschlug uns die Aussicht jedoch beinahe. Ein absolutes Highlight mit den Fjorden, Seen und dem wundervollen und endlosen Meer am Horizont. Eine Stunde und 11 Minuten dauerten die 4,2 Kilometer, welche sich über 600 Höhenmeter erstreckten. Doch die wichtigste Frage war natürlich: hat es gereicht? Und ja – es hat gereicht! Ein kleiner Jubelschrei musste sein, störte in dieser menschenleeren Umgebung aber auch niemanden. Eine würdigere Kulisse kann man sich für einen neuen FTF- Länderpunkt nicht wünschen. Wir versteckten die Dose für den nächsten Finder und setzten uns ans Gipfelkreuz. Dort machten wir uns über unsere Brote her, ehe wir uns an den Abstieg wagten. Dieser war noch traumhafter, da man die Aussicht immer vor dem Gesicht hatte und sich nicht umdrehen brauchte. Einfach wundervoll. Die Wanderung war überhaupt nicht geplant oder irgendwo angegeben. Und trotzdem wurde sie zu einem absoluten Highlight. Einfach nur super. 





Unten angekommen lüfteten wir erst unser Womo aus. Eine Hitze war das heute aber auch wieder. So geht das nicht und wir wussten, dass wir schnellstmöglich ins kühle Nass wollen. Also ab zum Westkap. Wir fuhren plötzlich an eine Abzweigung, an welcher sich unser Weg ans Westkap und der weitere Weg in den Norden trennten. Das Navi vermeldete an diesem Punkt noch eine Stunde bis zum Ziel. Eine Stunde ans Westkap und denselben Weg wieder zurück? Also zwei Stunden um schnell ans Westkap zu stehen, ein paar Fotos zu schiessen und das wars? Die Tatsache, dass das Westkap nicht einmal der westlichste Festlandpunkt Norwegens ist, ganz dahingestellt. Wir entschlossen uns, uns diesen Ausflug zu ersparen und suchten uns dafür lieber ein tolles Badeplätzchen. Dieses fanden wir dank unserem Reiseführer auch und parkten unser Womo ganz alleine auf dem kleinen Kiesplatz am Fjord. Keine zwei Minuten ging es ehe der Bewohner des Hauses nebenan uns schon besuchte. „No camping!“ war seine Message. Diese brachte er relativ schroff rüber. Nachdem wir ihm erklärten, dass wir doch nur schnell ein wenig schwimmen und vielleicht einen Kaffee trinken wollten, war er ganz freundlich und wünschte uns viel Spass. Das Wasser hier war wieder so kalt wie es klar war. Sehr belebend war das Bad im glasklaren Wasser, welches hier salziger war als in anderen Fjorden. Wir sind eben wieder näher am Meer als auch schon. 



Erholt machten wir uns nun noch auf eine etwa anderthalbstündige Fahrt, um dem morgigen Ziel ein wenig näher zu kommen. Unterwegs führte uns der Weg wieder mit einer Fähre über den Fjord, welche uns wieder als unter 6 Meter taxierte. Das Tagesziel Remoy erreichten wir bei Zeiten und freuten uns wieder über einen wundervollen Stellplatz. Frisch angelegt, mit Wasser und Strom – kostenlos. Sogar der Strom kann hier einfach so gezapft werden. Wir packten auch heute wieder Stühle und Grill aus und verbrachten den Abend an der Sonne. Nun ist kurz nach 21 Uhr und die Sonne heizt unser Womo noch immer auf. Doch wir verschanzen uns drinnen, denn morgen müssen wir ein wenig früher aus den Federn um zur Vogelinsel „Runde“ zu fahren.